Termin:
26.05.2026, Beginn: 16:00 Uhr
Veranstaltungsort:
Steintor-Campus, Hörsaal II
Die Ringvorlesung "Kassandra-Komplex. Weibliche Gesellschaftsentwürfe von der Antike bis in die Gegenwart" widmet sich der historischen Breite und theoretischen Komplexität weiblicher Gesellschaftsentwürfe von der Antike bis in die Gegenwart. Im Zentrum stehen intellektuelle, politische und soziale Konzepte, die von Frauen formuliert, praktiziert oder in kollektiven Zusammenhängen entwickelt wurden. Die Reihe verfolgt das Ziel, die Vielfalt und Eigenständigkeit dieser Entwürfe sichtbar zu machen, ihre Wirkungsgeschichte zu analysieren und sie in aktuelle wissenschaftliche Debatten zur Geschlechterordnung, Agency und Wissensproduktion einzuordnen.
Die interdisziplinär ausgerichteten Vorträge bringen Perspektiven aus Geschichts-, Kultur-, Literatur- und Sozialwissenschaften zusammen und eröffnen einen Raum für die kritische Auseinandersetzung mit theoretischen Modellen, Quellenbeständen und methodischen Zugängen. Adressiert sind insbesondere Wissenschaftler:innen und Student:innen, die sich mit historischen und gegenwartsbezogenen Fragen der Geschlechterforschung, politischen Ideengeschichte und gesellschaftlichen Transformationsprozessen befassen.
Ein Gastvortrag von Prof. Dr. Katharina Waldner (Universität Erfurt).
Termin:
26.05.2026, Beginn: 16:15 Uhr
Veranstaltungsort:
Seminars für Ethnologie, Seminarraum
Abstract:This lecture explores how people navigate the afterlife of industrial development in one of Europe’s largest petrochemical hubs in southeastern Sicily. Moving beyond narratives of decline or transition, I examine how late industrial territories are shaped by enduring infrastructures, toxic legacies, and uncertain futures.
Drawing on long-term ethnographic research, I trace three interconnected dynamics. First, I analyse how forms of ruination are not merely signs of decay but sites of sensory engagement and political imagination, where activists and residents attempt to “scratch” beneath the surface of industrial landscapes to reveal alternative possibilities. Second, I explore how futures are governed through anticipatory practices involving both human and nonhuman actors, from polluted bodies to indicator species, which make invisible threats perceptible and actionable in the present. Third, I examine the ambivalent imaginaries of petrocapitalism, in which oil continues to embody both promises of development and experiences of loss.
By situating these dynamics within broader debates on energy transition, I argue that what is at stake is not simply the unevenness of transition, but how certain futures come to be made credible, liveable, or dismissible through competing regimes of knowledge, perception, and power. Speaker: Mara Benadusi (University of Catania (Italy), Department of Political and Social Sciences)
Termin:
27.05.2026, Beginn: 18:00 Uhr
Veranstaltungsort:
Steintor-Campus, Hörsaal II
Im Rahmen des Interdisziplinären Kolloquiums zur Osteuropäischen Geschichte und Polenstudien findet eine öffentliche Podiumsdiskussion statt, die sich mit Berufsperspektiven für Historiker*innen befasst.
Dr. Kathrin Kollmeier (Humboldt-Forum, Berlin), Felix Schneider (Landesarchiv Sachsen-Anhalt) und Dr. Stefan Wallentin (wpd windworldwide GmbH, Berlin) werden über ihren beruflichen Werdegang und ihre Erfahrungen auf dem Arbeitsmarkt als Historiker:innen berichten und anschließend auf die Fragen der Student:innen und allen Teilnehmer:innen eingehen.
Das Gespräch moderiert Paulina Gulińska-Jurgiel.
Termin:
27.05.2026, Beginn: 18:15 Uhr
Veranstaltungsort:
Audimax XXII
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie wahrscheinlich große gesellschaftliche Zusammenbrüche in der Zukunft sind – und wie Menschen auch unter extremen Bedingungen solidarisch und menschlich handeln können. Der Vortrag verbindet Zukunftsfragen mit ethischen und gesellschaftlichen Perspektiven.
Ein Vortrag von Dr. Annette Schlemm
Termin:
28.05.2026, Beginn: 18:00 Uhr
Veranstaltungsort:
Steintor-Campus, Hörsaal 1
Am 28. Mai 2026 wird Dr. Rolf Mützenich am Lehrstuhl zu Gast sein und einen Vortrag zum Thema "Zukunft der europäischen Sicherheitsarchitektur" halten und für eine Diskussion zur Verfügung stehen.
Die Einführung in die Diskussion übernimmt Alisa Grunert.
Termin:
02.06.2026, Beginn: 16:00 Uhr
Veranstaltungsort:
Steintor-Campus, Hörsaal II
Die Ringvorlesung "Kassandra-Komplex. Weibliche Gesellschaftsentwürfe von der Antike bis in die Gegenwart" widmet sich der historischen Breite und theoretischen Komplexität weiblicher Gesellschaftsentwürfe von der Antike bis in die Gegenwart. Im Zentrum stehen intellektuelle, politische und soziale Konzepte, die von Frauen formuliert, praktiziert oder in kollektiven Zusammenhängen entwickelt wurden. Die Reihe verfolgt das Ziel, die Vielfalt und Eigenständigkeit dieser Entwürfe sichtbar zu machen, ihre Wirkungsgeschichte zu analysieren und sie in aktuelle wissenschaftliche Debatten zur Geschlechterordnung, Agency und Wissensproduktion einzuordnen. Die interdisziplinär ausgerichteten Vorträge bringen Perspektiven aus Geschichts-, Kultur-, Literatur- und Sozialwissenschaften zusammen und eröffnen einen Raum für die kritische Auseinandersetzung mit theoretischen Modellen, Quellenbeständen und methodischen Zugängen. Adressiert sind insbesondere Wissenschaftler:innen und Student:innen, die sich mit historischen und gegenwartsbezogenen Fragen der Geschlechterforschung, politischen Ideengeschichte und gesellschaftlichen Transformationsprozessen befassen.
Ein Gastvortrag von PD Dr. Dagmar Hofmann (MLU).
Termin:
02.06.2026, Beginn: 18:15 Uhr
Veranstaltungsort:
Steintor-Campus, Seminarraum 9
Iurii Zazuliak (Leipzig) received his Ph. D. in Medieval Studies in 2008 from the Central European University. His interests focus mainly on the social and legal history of late medieval and early modern Poland-Lithuania with the focus the region of Galicia. Currently he is a fellow of the Philip Schwarz Initiative Fellowship and hosted by the University of Leipzig.
Termin:
03.06.2026, Beginn: 18:00 Uhr
Veranstaltungsort:
Puschkino
Oda do radości - Ode to JoyPolen 2005, Regie: A. Kazejak-Dawid, J. Komasa und M. Migas, 110 Min., Originalfassung mit Untertitel
Migration prägte und prägt die polnische Geschichte und Gegenwart, aber relativ neu ist der Blick auf Polen als Einwanderungsland. In der Filmreihe fangen wir die Vielfalt der Blickrichtungen des polnischen Kinos auf das Phänomen Migration ein. Wir präsentieren Spiel- und Dokumentarfilme aus den letzten 20 Jahren, die sich mit unterschiedlichen Facetten von Migration auseinandersetzen – mit Emigration, Immigration, Flucht und Arbeitsmigration. Warum verlassen Menschen ihr Land? Geht es um erzwungene Migration oder um eine freie Entscheidung? Wie erzählen Migrant:innen von ihren ersten Jahren in Polen? Und wie gelingt nach traumatischen Erfahrungen das Ankommen in einer neuen Gesellschaft? Wann ist man nicht mehr fremd?
Vier Kinoabende regen an zum gemeinsamen Nachdenken über die Veränderung von Menschen und Gesellschaften durch und in der Migration. Originalfassungen mit Untertiteln – Einführungen durch Student:innen – Diskussionen mit Expert:innen.
Moderation: Anne Kluger (Halle) Diskussion: Yvonne Drosihn (Halle) und Veronika Warzycha (Berlin)
Termin:
09.06.2026, Beginn: 18:15 Uhr
Veranstaltungsort:
Steintor-Campus, Seminarraum 9
Im Rahmen des Interdisziplinären Kolloquiums Osteuropäische Geschichte/Polenstudien werden Paweł Zajas (Poznań) und Dirk Uffelmann (Gießen) über ihr Buch "Postcolonial Studies im östlichen Europa in globaler Perspektive" sprechen.
Über das Buch: Was macht kulturelle Fremdherrschaft mit den Unterdrückten? Diese Frage beantwortet die vorliegende Einführung in die literaturwissenschaftlichen Postcolonial Studies, die als erste Beiträge von allen Kontinenten einbezieht. Die Themen reichen von bundesdeutschen Restitutionsfragen, der Windhuk-Auschwitz-Debatte und Migrationsliteratur über anglo-amerikanische und australische Analysen (post-)kolonialer Diskurse und lateinamerikanische dekoloniale Kritik zu karibischen, afrikanischen und südasiatischen Kulturtheorien. Die neuartige Einführung berücksichtigt innereuropäische Kolonialismen von Bosnien bis Russland genauso, wie sie ukrainische Dekolonisierungsdebatten umreißt und die postkoloniale Israel-Gaza-Kontroverse beleuchtet.
Termin:
10.06.2026, Beginn: 18:15 Uhr
Veranstaltungsort:
Audimax XXIII
Kulturlandschaften und Landwirtschaftskultur – Landwirt:innen inmitten der sozial-ökologischen Transformation
Traktoren auf den Straßen, hitzige Debatten in den Medien und ein tiefes Gefühl der Spaltung: Die Landwirtschaft steht wie kaum ein zweiter Sektor im Zentrum aktueller gesellschaftlicher und politischer Kulturkämpfe. Doch abseits von starrem Schwarz-Weiß-Denken und medialen Schubladen – wie blicken die Betroffenen eigentlich selbst auf die notwendige sozial-ökologische Transformation?
In diesem Vortrag bricht Luana Schwarz (Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung / Max-Planck-Institut für Geoanthropologie) die gängigen Klischees auf. Sie nimmt uns mit in die Lebensrealität von Landwirt*innen und beleuchtet die tieferen Strukturen hinter dem Wandel: Wie verändern sich mentale Modelle und Paradigmen in der Landwirtschaft? Welche politischen und kulturellen Barrieren blockieren den Fortschritt und welche Prozesse können Landwirt*innen dabei unterstützen, eine nachhaltige Zukunft aktiv mitzugestalten?
Termin:
16.06.2026, Beginn: 16:00 Uhr
Veranstaltungsort:
Steintor-Campus, Hörsaal II
Die Ringvorlesung "Kassandra-Komplex. Weibliche Gesellschaftsentwürfe von der Antike bis in die Gegenwart" widmet sich der historischen Breite und theoretischen Komplexität weiblicher Gesellschaftsentwürfe von der Antike bis in die Gegenwart. Im Zentrum stehen intellektuelle, politische und soziale Konzepte, die von Frauen formuliert, praktiziert oder in kollektiven Zusammenhängen entwickelt wurden. Die Reihe verfolgt das Ziel, die Vielfalt und Eigenständigkeit dieser Entwürfe sichtbar zu machen, ihre Wirkungsgeschichte zu analysieren und sie in aktuelle wissenschaftliche Debatten zur Geschlechterordnung, Agency und Wissensproduktion einzuordnen.
Die interdisziplinär ausgerichteten Vorträge bringen Perspektiven aus Geschichts-, Kultur-, Literatur- und Sozialwissenschaften zusammen und eröffnen einen Raum für die kritische Auseinandersetzung mit theoretischen Modellen, Quellenbeständen und methodischen Zugängen. Adressiert sind insbesondere Wissenschaftler:innen und Student:innen, die sich mit historischen und gegenwartsbezogenen Fragen der Geschlechterforschung, politischen Ideengeschichte und gesellschaftlichen Transformationsprozessen befassen.
Ein Gastvortrag von Prof. Dr. Dorothee Wierling (Universität Hamburg).
Termin:
16.06.2026, Beginn: 18:00 Uhr
Veranstaltungsort:
Steintor-Campus, Hörsaal 1
1. Esther Moyal – Taha Hussein Vorlesung für jüdisch-muslimische Wissensgeschichte 2026
Die Jahresvorlesung der Judaistik / Jüdische Studien 2026 widmet sich der Rolle von Trauma als analytischer Kategorie im Kontext des israelisch-palästinensischen Konflikts. Im Zentrum des Vortrags steht die Frage, wie historische Erfahrungen von Gewalt, Verfolgung und Verlust über Generationen hinweg erinnert, weitergegeben und in gesellschaftlichen Deutungsmustern wirksam bleiben. Ausgehend von den Ereignissen des 7. Oktober untersucht der Vortrag, inwiefern solche Erfahrungen sowohl israelische als auch palästinensische Perspektiven prägen.
Dabei werden unterschiedliche historische Bezugshorizonte berücksichtigt, darunter die Bedeutung der Shoah für das israelisch-jüdische Selbstverständnis sowie palästinensische Erfahrungen von Vertreibung und Verlust. Der Vortrag verfolgt einen multiperspektivischen und historisch fundierten Ansatz und beleuchtet die Wechselwirkungen zwischen Erinnerung, Geschichte und Gegenwart.
Die Jahresvorlesung ist ein öffentliches Format und richtet sich an eine universitäre wie außeruniversitäre Öffentlichkeit. Sie versteht sich als Forum für wissenschaftliche Reflexion, gesellschaftlichen Dialog und interdisziplinären Austausch.
Ein Vortrag von Prof. Dr. David N. Myers (University of California, Los Angeles)
Termin:
17.06.2026, Beginn: 18:00 Uhr
Veranstaltungsort:
Puschkino
Drzewa milczą - Silent TreesPolen 2024, Regie: Agnieszka Zwiefka, 84 Min., Originalfassung mit Untertitel
Migration prägte und prägt die polnische Geschichte und Gegenwart, aber relativ neu ist der Blick auf Polen als Einwanderungsland. In der Filmreihe fangen wir die Vielfalt der Blickrichtungen des polnischen Kinos auf das Phänomen Migration ein. Wir präsentieren Spiel- und Dokumentarfilme aus den letzten 20 Jahren, die sich mit unterschiedlichen Facetten von Migration auseinandersetzen – mit Emigration, Immigration, Flucht und Arbeitsmigration. Warum verlassen Menschen ihr Land? Geht es um erzwungene Migration oder um eine freie Entscheidung? Wie erzählen Migrant:innen von ihren ersten Jahren in Polen? Und wie gelingt nach traumatischen Erfahrungen das Ankommen in einer neuen Gesellschaft? Wann ist man nicht mehr fremd?
Vier Kinoabende regen an zum gemeinsamen Nachdenken über die Veränderung von Menschen und Gesellschaften durch und in der Migration. Originalfassungen mit Untertiteln – Einführungen durch Student:innen – Diskussionen mit Expert:innen.
Moderation: Sophie Groß (Halle) Diskussion: Johanna Hiebl (Frankfurt (Oder) und Rainer Mende (Leipzig)
Termin:
17.06.2026, Beginn: 18:15 Uhr
Veranstaltungsort:
Audimax XXIII
Während der Klimawandel auf eine ökologische Katastrophenzeit zuläuft, stellen Maßnahmen zu seiner Eindämmung moderne Gesellschaften vor enorme Herausforderungen. Der Vortrag diskutiert, welche realistischen Wege es gibt, um einer drohenden Klimakatastrophe noch entgegenzuwirken.
Sighard Neckel ist Soziologe und Professor Emeritus für Gesellschaftsanalyse und sozialen Wandel an der Universität Hamburg. Von 2019 bis 2023 war er Sprecher der dortigen DFG-Kolleg-Forschungsgruppe „Zukünfte der Nachhaltigkeit“, an der er seither als Permanent Fellow tätig ist. Vor seiner Professur in Hamburg hatte er Lehrstühle für Soziologie u.a. an den Universitäten Gießen, Wien und Frankfurt a. M. inne. Zuletzt erschien: „Katastrophenzeit. Die Gesellschaft im Klimawandel und die Fallstricke der Transformation“ (München 2026: C.H.Beck).
Termin:
22.06.2026, Beginn: 18:00 Uhr
Was steckt wirklich hinter dem Nahostkonflikt? Wie kam es dazu und welche unterschiedlichen Positionen gibt es? Diesen und weiteren Fragen gehen Studierende des Studiengangs Asien und Mittelmeerraum an der Uni Halle nach. Denn der Studiengang bietet eine hervorragende Grundlage, um Sprache, Kultur, Religion und Geschichte dieser faszinierenden Region zu verstehen. Während des Studiums lernen Studierende Hebräisch, Arabisch, Persisch oder Türkisch und gewinnen gleichzeitig tiefe Einblicke in die historische und aktuelle Entwicklung des Nahen Ostens – weit über den Konflikt hinaus. Nach dem Studium stehen viele Türen offen: in Forschung, Journalismus, Bildung, Kultur oder im interreligiösen Dialog.
Termin:
23.06.2026, Beginn: 16:00 Uhr
Veranstaltungsort:
Steintor-Campus, Hörsaal II
Die Ringvorlesung "Kassandra-Komplex. Weibliche Gesellschaftsentwürfe von der Antike bis in die Gegenwart" widmet sich der historischen Breite und theoretischen Komplexität weiblicher Gesellschaftsentwürfe von der Antike bis in die Gegenwart. Im Zentrum stehen intellektuelle, politische und soziale Konzepte, die von Frauen formuliert, praktiziert oder in kollektiven Zusammenhängen entwickelt wurden. Die Reihe verfolgt das Ziel, die Vielfalt und Eigenständigkeit dieser Entwürfe sichtbar zu machen, ihre Wirkungsgeschichte zu analysieren und sie in aktuelle wissenschaftliche Debatten zur Geschlechterordnung, Agency und Wissensproduktion einzuordnen.
Die interdisziplinär ausgerichteten Vorträge bringen Perspektiven aus Geschichts-, Kultur-, Literatur- und Sozialwissenschaften zusammen und eröffnen einen Raum für die kritische Auseinandersetzung mit theoretischen Modellen, Quellenbeständen und methodischen Zugängen. Adressiert sind insbesondere Wissenschaftler:innen und Student:innen, die sich mit historischen und gegenwartsbezogenen Fragen der Geschlechterforschung, politischen Ideengeschichte und gesellschaftlichen Transformationsprozessen befassen.
Ein Gastvortrag von Prof. Dr. Angelika Schaser (Universität Hamburg).
Termin:
23.06.2026, Beginn: 16:15 Uhr
Veranstaltungsort:
Seminars für Ethnologie, Seminarraum
In her lecture, Annemarie Samuels (Universität Leiden, Netherlands) reflects on the ethical confrontation with a life-threatening illness and impending death under conditions of exclusion. While this can include activist attempts to denounce the unspoken forms of inequality, an ethical life in the face of mortality can simultaneously be characterized by ambivalence, contradictions, and silence.
Abstract:Drawing on ethnographic fieldwork on HIV/AIDS in the Indonesian province of Aceh, I highlight two narratives through which activists publicly counter stigmatization and silence, namely through an international discourse of HIV chronicity and through a regionally rooted narrative of nurturing, keeping, and giving ‘life spirit’ (Indonesian: semangat). During my fieldwork, activists, health care workers, and people living with HIV considered these narratives to enable a healthy and ethical life – their expression espousing acts of care for oneself and others that would create not only a better life in this world but also ethical merit to be taken along to the afterlife.
Yet, in the face of many around them dying of AIDS, people living with HIV also expressed their ambivalence about the possibilities and limits of these optimistic accounts. This often private, and relatively muted, ambivalence was crucial to making life livable in the face of dying. Although the ethical work of silence, ambivalence and contradiction often remains invisible in public narratives of health activism and in biomedical narratives of prognosis and denial, I suggest that it is vital to understanding the ways in which people create habitable spaces for living with life-limiting illness amidst marginalization.
Termin:
23.06.2026, Beginn: 18:15 Uhr
Veranstaltungsort:
Steintor-Campus, Seminarraum 9
Anna Tarnowska (Toruń) received her doctorate in law in 2007. She is a professor at the University of Toruń. Currently Tarnowska does research in her project "Does the law on assembly really matter? Examining the long-term development of freedom of the assembly in Poland". In June 2026 she gives lectures as a DAAD guest lecturer at MLU Halle-Wittenberg.
Termin:
30.06.2026, Beginn: 16:00 Uhr
Veranstaltungsort:
Steintor-Campus, Hörsaal II
Die Ringvorlesung "Kassandra-Komplex. Weibliche Gesellschaftsentwürfe von der Antike bis in die Gegenwart" widmet sich der historischen Breite und theoretischen Komplexität weiblicher Gesellschaftsentwürfe von der Antike bis in die Gegenwart. Im Zentrum stehen intellektuelle, politische und soziale Konzepte, die von Frauen formuliert, praktiziert oder in kollektiven Zusammenhängen entwickelt wurden. Die Reihe verfolgt das Ziel, die Vielfalt und Eigenständigkeit dieser Entwürfe sichtbar zu machen, ihre Wirkungsgeschichte zu analysieren und sie in aktuelle wissenschaftliche Debatten zur Geschlechterordnung, Agency und Wissensproduktion einzuordnen.
Die interdisziplinär ausgerichteten Vorträge bringen Perspektiven aus Geschichts-, Kultur-, Literatur- und Sozialwissenschaften zusammen und eröffnen einen Raum für die kritische Auseinandersetzung mit theoretischen Modellen, Quellenbeständen und methodischen Zugängen. Adressiert sind insbesondere Wissenschaftler:innen und Student:innen, die sich mit historischen und gegenwartsbezogenen Fragen der Geschlechterforschung, politischen Ideengeschichte und gesellschaftlichen Transformationsprozessen befassen.
Ein Gastvortrag von Dr. Kerstin Lücker (TU Berlin).
Termin:
30.06.2026, Beginn: 16:15 Uhr
Veranstaltungsort:
Seminars für EthnologieSeminarraum
Abstract:A life gathers around its ending. A woman sits at her kitchen table, arranging documents. A doctor pauses over a file. A letter travels. A body hesitates. Things begin to align, then fall out of place again. This talk traces these moments to explore what I call necrosocial worlds: the shifting arrangements through which a wish to die takes form as something that must be negotiated, documented, and authorized. Following these fragile arrangements beyond the intimate spaces of assisted dying, the talk tracks how they are linked with the circulation of sodium pentobarbital, the drug that makes such deaths possible. Moving across assisted dying organizations in Switzerland and sites of state-sanctioned execution in the United States, it shows how the same substance travels between regimes of care and control, binding together seemingly disparate worlds. This talk brings into view how death is not only decided but assembled across different scales, through the interplay of bodies, institutions, and pharmaceuticals, and how its possibility remains unevenly distributed.
A lecture by Marcos Freire de Andrade Neves (Freie Universität Berlin).
Termin:
01.07.2026, Beginn: 18:15 Uhr
Veranstaltungsort:
Steintor-Campus, Seminarraum 12
Orphans of Postwar Europe. Experience of Child Survivors of Violence and Development of Care Expertise and Welfare Institutions in Poland and Switzerland since 1944
Das Postdoc-Projekt von Dr. Maria Buko (Konstanz) im Rahmen des strategischen Programms des Lehrstuhls für Osteuropäische Geschichte "Gewalt in Ost und West: Towards an Integrated History of the 20th Century Europe" zeichnet die Geschichte elterlich benachteiligter Kinder im Europa der Nachkriegszeit nach und berücksichtigt dabei die Geschichte der Pflegeexpertise und der Wohlfahrtseinrichtungen, die sich um sie herum entwickelt haben. Ausgehend von der Geschichte des transnationalen Austauschs der späten 1940er Jahre entwickelt die Studie eine originelle vergleichende Perspektive, die die Geschichte Polens und der Schweiz, eines entstehenden sozialistischen Staates und eines kapitalistischen Wohlfahrtsstaates, zusammenbringt. Das Projekt zielt darauf ab, eine originelle und integrierte Perspektive auf die Geschichte der verwaisten Kinder in der Nachkriegszeit zu entwickeln - sowohl derjenigen, die Kriegsgewalt erlebten, als auch derjenigen, die im medizinisch-pädagogischen Kontext der Kinderbetreuungseinrichtungen physische, psychische und symbolische Gewalt erfuhren.
Weitere Informationen: https://www.geschichte.uni-konstanz.de/forschung-geschichte/kolar/team/maria-buko/
Termin:
01.07.2026, Beginn: 18:15 Uhr
Veranstaltungsort:
Puschkino
Cycling Cities
Deutsch 2025, Regie: Ingwar Perowanowitsch, 84 min.
Der Journalist und Filmemacher Ingwar Perowanowitsch reiste zwei Monate lang mit dem Fahrrad durch Europa und besuchte Städte wie Paris, Gent, Amsterdam, Utrecht, Groningen, Hamburg und Kopenhagen. Der Film zeigt, warum diese Städte als besonders lebenswert gelten und welche Impulse deutsche Kommunen daraus für nachhaltige Mobilität und Stadtentwicklung ziehen können.
Die Ringvorlesung versteht sich als offener Raum für kritische Debatten, neue Perspektiven und gemeinsames Nachdenken über nachhaltige Zukunftsentwürfe. Ziel ist es, Wissen nicht nur zu vermitteln, sondern zum Handeln anzuregen.
Zu Gast für die Diskussion sind Mitglieder des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) Halle.
Termin:
07.07.2026, Beginn: 16:00 Uhr
Veranstaltungsort:
Steintor-Campus, Hörsaal II
Die Ringvorlesung "Kassandra-Komplex. Weibliche Gesellschaftsentwürfe von der Antike bis in die Gegenwart" widmet sich der historischen Breite und theoretischen Komplexität weiblicher Gesellschaftsentwürfe von der Antike bis in die Gegenwart. Im Zentrum stehen intellektuelle, politische und soziale Konzepte, die von Frauen formuliert, praktiziert oder in kollektiven Zusammenhängen entwickelt wurden. Die Reihe verfolgt das Ziel, die Vielfalt und Eigenständigkeit dieser Entwürfe sichtbar zu machen, ihre Wirkungsgeschichte zu analysieren und sie in aktuelle wissenschaftliche Debatten zur Geschlechterordnung, Agency und Wissensproduktion einzuordnen. Die interdisziplinär ausgerichteten Vorträge bringen Perspektiven aus Geschichts-, Kultur-, Literatur- und Sozialwissenschaften zusammen und eröffnen einen Raum für die kritische Auseinandersetzung mit theoretischen Modellen, Quellenbeständen und methodischen Zugängen. Adressiert sind insbesondere Wissenschaftler:innen und Student:innen, die sich mit historischen und gegenwartsbezogenen Fragen der Geschlechterforschung, politischen Ideengeschichte und gesellschaftlichen Transformationsprozessen befassen.
Im Rahmen der Ringvorlesung diskutieren:
Silke Satjukow (MLU)
Dagmar Hofmann (MLU)
Ingrid Würth (MLU)
Termin:
07.07.2026, Beginn: 18:15 Uhr
Veranstaltungsort:
Steintor-Campus, Seminarraum 7
Dr. Franziska Davies (Potsdam) studierte Osteuropäische Geschichte, Mittelalterliche Geschichte und Philosophie an der Ludwig-Maximilians Universität München, der Europäischen Universität St. Petersburg und der University of Sheffield. 2016 promovierte sie in München. Davies ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung (ZZF) Potsdam in Abteilung I: Kommunismus und Gesellschaft.
Ihr aktuelles Forschungsprojekt rekonstruiert die intellektuelle Vorbereitung der polnisch-ukrainischen Annäherung im Exil, wie sie dann in den 1980er Jahren durch Solidarność und Perebudova (ukrainisch für Perestroika) auch innerhalb Polens und der Ukraine politisch wirksam wurde. Es analysiert, warum in den polnisch-ukrainischen Beziehungen ein Wandel gelang, der in den russisch-ukrainischen Beziehungen scheiterte.
Weitere Informationen: https://zzf-potsdam.de/institut/personen/mitarbeiter_innen/franziska-davies
Termin:
14.07.2026, Beginn: 16:00 Uhr
Veranstaltungsort:
Steintor-Campus, Hörsaal II
Die Ringvorlesung "Kassandra-Komplex. Weibliche Gesellschaftsentwürfe von der Antike bis in die Gegenwart" widmet sich der historischen Breite und theoretischen Komplexität weiblicher Gesellschaftsentwürfe von der Antike bis in die Gegenwart. Im Zentrum stehen intellektuelle, politische und soziale Konzepte, die von Frauen formuliert, praktiziert oder in kollektiven Zusammenhängen entwickelt wurden. Die Reihe verfolgt das Ziel, die Vielfalt und Eigenständigkeit dieser Entwürfe sichtbar zu machen, ihre Wirkungsgeschichte zu analysieren und sie in aktuelle wissenschaftliche Debatten zur Geschlechterordnung, Agency und Wissensproduktion einzuordnen.
Die interdisziplinär ausgerichteten Vorträge bringen Perspektiven aus Geschichts-, Kultur-, Literatur- und Sozialwissenschaften zusammen und eröffnen einen Raum für die kritische Auseinandersetzung mit theoretischen Modellen, Quellenbeständen und methodischen Zugängen. Adressiert sind insbesondere Wissenschaftler:innen und Student:innen, die sich mit historischen und gegenwartsbezogenen Fragen der Geschlechterforschung, politischen Ideengeschichte und gesellschaftlichen Transformationsprozessen befassen.
Ein Gastvortrag von Prof. Dr. Matthias Perkams (Uni Jena).